Innovation in wissenschaftlichen Communities entsteht selten zufällig. Sie ist in der Regel das Ergebnis bewusster Designentscheidungen – der gezielten Gestaltung von Strukturen, Anreizsystemen und Räumen, in denen sich Ideen entwickeln können. Genau diese Logik liegt einer neuen Initiative der kommenden GALA Conference 2026 in L’Aquila zugrunde. Die Konferenz schärft ihren strategischen Fokus auf Innovation – ein zentrales Signal dafür ist die Einführung eines dedizierten Work-in-Progress (WiP) Paper Tracks. Entscheidend: Dieser Track ist keine inkrementelle Ergänzung, sondern ein bewusst konzipiertes Format, das von René Röpke und Vanissa Wanick gemeinsam entwickelt wurde.

René Röpke, Assistenzprofessor für Learning Technologies und eDidactics an der TU Wien sowie Leiter des Didaktics-Circle am Center for Technology-driven Social Innovation (CTSi), wurde gezielt für das Co-Design dieses Tracks ausgewählt. Es handelt sich nicht um eine Routinebesetzung, sondern um eine strategische Entscheidung. Sie reflektiert seine Positionierung an der Schnittstelle von Learning Technologies, Game-based Learning und Learning Analytics – verbunden mit einem klaren Auftrag: die Integration von Forschung im Frühstadium in das Konferenzökosystem neu zu denken.

Strategische Weiterentwicklung der GALA-Community

Der WiP-Track adressiert ein bekanntes strukturelles Problem: Vielversprechende Forschung fällt häufig zwischen etablierte Kategorien – zu früh für Full Papers, zu weit entwickelt für rein informelle Formate. Anstatt dies als Randphänomen zu behandeln, operationalisiert GALA 2026 diesen Bereich als zentralen Innovationspfad.

Das von René und Vanissa entwickelte Design positioniert Forschung im Frühstadium als wertvollen Beitrag für die Community. Der Track fokussiert explizit auf:

  • – Laufende und explorative Forschung
  • – Prototypenbasierte Studien und Pilotimplementierungen
  • – Neue Konzepte in Serious Games, KI, XR und datengetriebenem Lernen
  • – Interdisziplinäre Ansätze in der Validierungsphase

Das Ziel ist klar: Feedbackzyklen beschleunigen und Entwicklungsdynamik hochhalten.

Designprinzipien: Feedback-first, pipeline-orientiert

Der WiP-Track folgt einer anderen Erfolgslogik als klassische Formate. Im Fokus steht Iteration statt Abschluss.

Kernelemente sind:

  • – Interaktive Poster-Sessions zur Maximierung des direkten Austauschs
  • – Strukturierte Formate für frühes, konstruktives Feedback
  • – Prägnante, aber substanzielle Einreichungen (im Einklang mit dem Call for Papers)

Damit verschiebt sich das Wertversprechen: Die Annahme eines Beitrags ist nicht der Endpunkt, sondern der Startpunkt für Weiterentwicklung und Schärfung.

Innovation und Impact

Die Einführung des WiP-Tracks stärkt die Konferenz auf mehreren Ebenen:

  1. Innovationspipeline: Frühphasige Ideen werden systematisch innerhalb des GALA-Ökosystems weiterentwickelt.
  2. Community-Erweiterung: Neue Zielgruppen – insbesondere Early-Career Researchers – erhalten einen klaren Zugangspunkt.
  3. Qualitätsentwicklung: Iteratives Feedback verbessert nachgelagerte Einreichungen über alle Tracks hinweg.

Das ist kein kosmetisches Format-Update, sondern ein strukturelles Upgrade. Mit der bewussten Einbindung von René Röpke und Vanissa Wanick in das Co-Design des WiP-Tracks setzt GALA 2026 ein klares Signal: Forschung im Frühstadium ist kein Nebenprodukt mehr, sondern ein strategischer Vermögenswert. Gratulation an René und Vanissa zu dieser Rolle und dem Vertrauen, die Weiterentwicklung dieses Tracks innerhalb der GALA-Community maßgeblich zu gestalten.

Weitere Informationen zur Konferenz und zum Call for Papers: https://conf.seriousgamessociety.org/

(Bild: https://conf.seriousgamessociety.org/ )